Infos & Tipps
Als Working-Holiday-Maker ist man in einer besonderen Lage: Man ist kein Pauschaltourist, wohnt also nicht einfach für die Zeit des Urlaubs fest in einem Hotel. Man ist aber auch kein Auswanderer, der sich im Ausland eine feste Bleibe sucht. Als Backpacker ist man irgendwo dazwischen: Man braucht schon eine Art zu Hause, ist aber in der Regel trotzdem gerne flexibel und unabhängig. Trotzdem hätte man gerne ein behagliches Plätzchen, wo man am Ende eines harten Arbeitstages die Seele baumeln lassen und ein wenig entspannen kann. Für diese besonderen Ansprüche eines Working-Holiday-Makers gibt es verschiedene Unterkunftsmöglichkeiten:
Die meisten Backpacker starten ihren Auslandsaufenthalt in einem Hostel. Diese sind ideal um im neuen Land erstmal anzukommen, neue Leute kennen zu lernen und vielleicht auch schon auf Jobsuche zu gehen. Hostels und Jugendherbergen sind in der Regel schon gut auf Backpacker eingerichtet und haben extra „Schwarze Bretter“, an denen die neuesten Jobangebote von Firmen ausgehängt sind. Und natürlich kann man auch von anderen Reisenden in den Hostels nützliche Tipps bekommen, wo es gute Jobs gibt.
Bezahlen kann man ein Hostel entweder pro Tag oder oftmals auch pro Woche. Dieser Wochenpreis ist meistens deutlich unter dem Tagespreis. Als Faustregel gilt: Je größer das Zimmer bzw. je mehr Betten, desto günstiger der Preis.
Ein Nachteil von Hostels oder Jugendherbergen ist sicherlich, dass man nicht wirklich viel Privatsphäre hat. Häufig teilt man sich sein Zimmer mit mehreren Leuten, die evtl. auch einen ganz anderen Schlaf- und Arbeitsrhythmus haben als man selbst. Grade wenn man selbst von der Arbeit kommt ist man wahrscheinlich eher gestresst und möchte seine Ruhe haben. Einige Hostels haben dieses Problem aber erkannt und versuchen arbeitende Backpacker mit ähnlichen Arbeitszeiten in einem Zimmer unterzubringen, damit sich diese nicht gegenseitig stören.
Seiten für Backpacker-Hostels und Jugendherbergen:
www.yha.com.au
www.vipbackpackers.com
www.nomadsworld.com
www.backpackers.ca
Eine eigene Wohnung hat im Gegensatz zu Hostel und WG natürlich den riesen Vorteil, dass man Privatsphäre hat. Für Backpacker und Working Holiday Maker ist sie allerdings häufig einfach zu teuer und man findet auch nur schwer einen Vermieter, der ein Appartement oder eine Wohnung für nur so einen kurzen Zeitpunkt vermietet. Außerdem benötigt man ja noch einiges für die Wohnung, was man in der Regel kaufen muss: Selbst in einer Wohnung, die man schon möbliert mietet, fehlen in der Regel Alltagsgegenstände wie Besteck und Teller. Wer sich trotzdem für eine Wohnung entscheidet, sollte sich auf jeden Fall vorher gut erkundigen, was in der Wohnung schon alles vorhanden ist und was man demnach selbst noch besorgen muss. Alles, was man während seiner Zeit im Ausland anschafft, muss man ja auch am Ende wieder loswerden wenn man nicht den ganzen Hausrat wieder mit ins Heimatland transportieren will.
WGs und andere Mitwohngelegenheiten bieten eine gute Ausgewogenheit zwischen Preis und Privatsphäre. Im Vergleich zu den Jugendherbergen und Hostels sind diese zwar in der Regel etwas teurer, aber immer noch um einiges günstiger als eine eigene Wohnung. Außerdem sind WGs in der Regel mit allen wichtigen Gegenständen des Alltags ausgestattet und auch ein möbliertes Zimmer zu finden ist in der Regel kein Problem. Normalerweise werden Bad und Küche gemeinsam genutzt und man hat zusätzlich ein eigenes Zimmer zur Verfügung. So hat man auf jeden Fall mehr Privatsphäre, als in einem Hostel.
Im Unterschied zu Deutschland wird die Miete wöchentlich und nicht monatlich gezahlt. Ansonsten unterscheiden sich die WGs im Ausland auch nicht sehr von den hiesigen: Man trifft viele neue Leute, kann Glück aber auch Pech mit seinen Mitbewohnern haben und es kann manchmal etwas chaotisch und unordentlich zugehen. Wenn man die Möglcihkeit hat, sollte man sich schon seine Mitbewohner oder sein zukünftiges zuhause auf Zeit gut und bedacht aussuchen. WG-Zimmer findet man in der Regel ebenfalls an den „Schwarzen Brettern“ der Hostels aber auch über Aushänge, in Zeitungen oder über Kontakte und Mundpropaganda.
Alternativ zu einer WG kann man auch als Untermieter wohnen – entweder bei einem Mehrpersonenhaushalt oder bei einer Einzelperson.